Kevin Graber und Irina Lorez / Foto Lorez/Graber
«TransForm»
- Kevin Graber, *1982, Luzern
- Irina Lorez, *1968, Baldegg
Mit Vivien Helbling und Daniel Steiner
Das Dossier ist stringent, präzise und einleuchtend formuliert. Die Zusammensetzung des Teams ist aus Sicht der Jury sinnvoll und die Vorgehensweise ist nuanciert beschrieben. Das Projekt «TransForm» ist eine Arbeit, die verschiedene Disziplinen gleichwertig in Verbindung setzt: Tanz (Irina Lorez), Videodesign (Kevin Graber), Digitale Technologie (Vivien Helbling) und Sounddesign (Daniel Steiner).
Die Performance setzt sich im Kern mit der digitalen Übersetzung von Emotionen auseinander. Gefühle wie Angst, Freude oder Scham werden über digitale Mittel in Bild- und Soundsprache transferiert. Gewissermassen wird hier die Gefühlswelt ästhetisch vom eigentlichen Körper getrennt. Lässt sich dabei weiterhin von (echten) Gefühlen sprechen?
Der vielleicht sogar schaurige Einsatz von Technologie bietet dem Publikum die Möglichkeit, sich als hybrides Wesen zu begreifen: zwischen lebendem Organismus und erfassbarer Datenquelle. Das Vorhaben baut auf dem vorangegangenen Virtual-Reality-Projekt «ICH BIN EINE KATZE» auf und eignet sich wunderbar für einen Entwicklungsbeitrag. Die Jury freut sich auf das Projekt!
Jurybericht: Anton Kuzema