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Kulturförderung & Vermittlung

Bertilla Spinas

Bertilla Spinas

Bertilla Spinas

«feministische (U)topie im Alpenraum»

  • Bertilla Spinas, *1999, Luzern

Die Jury anerkennt das Potenzial der bisherigen Arbeiten von Bertilla Spinas, besonders in Hinblick auf kritische Haltung, Humor und soziale Dimensionen. Das Dossier bringt den Reflexionsgrad zum Ausdruck, den die Künstlerin in ihr Projekt gelegt hat: Es ist fundiert und gleichermassen konkret, geerdet durch den Aufenthalt in der Fundaziun Nairs und den Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern und Bäuerinnen und Bauern.

Die Alpen als Möglichkeitsraum für feministisches Erleben und Denken leitet die Künstlerin überzeugend her: Die Landschaft selbst kennt keine einengende (Geschlechter-)Normen. Der Begriff der «Landschaft» ist auch darum entscheidend, weil die Alpen in ihrer (bisher oft wenig feministischen) Darstellung oft als Sinnbild, nicht als Erfahrungsraum und eben als Landschaft, beschrieben und überfrachtet worden sind. Die Künstlerin schildert eine weltverändernde Kraft der Kunst, die stark von Auseinandersetzung mit der eigenen Perspektive und Aussetzung des Selbst in seine eigene Umgebung geprägt ist – dies überzeugt hinsichtlich der Möglichkeiten und auch der Grenzen künstlerischer Recherche.

Jurybericht: Benjamin von Wyl

2026
Recherchebeitrag, Fr. 20'000

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