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Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen

1. Wer kann Gesuche einreichen?

Anspruchsberechtigt für Ausfallentschädigungen sind Kulturunternehmen aus den Bereichen darstellende Künste, Design, Film, visuelle Kunst, Literatur, Musik und Museen (Kulturbereich) mit Sitz im Kanton Luzern.

2. Wann und wo können Gesuche eingereicht werden?

Während der Gültigkeitsdauer des Covid-19-Gesetzes werden Schäden nicht mehr laufend erfasst und eingereicht. Die Schadensposten müssen in Schadenszeiträumen erfasst und eingereicht werden. Dies ermöglicht eine schnellere Gesuchbearbeitung durch den Kanton Luzern.

Die Gesuche für Ausfallentschädigungen sind grundsätzlich rückwirkend einzureichen, d.h. der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung bereits eingetreten sein.

Zeitraum des Schadens Eingabefrist

 1. November bis zum 31. Dezember 2020
(Für den Schadenszeitraum vom 26. September bis zum 31. Oktober 2020 können Gesuche
nur eingereicht werden, wenn der Schaden am 20. September 2020 noch nicht feststand.)

 1. – 31. Januar 2021
 1. Januar – 30. April 2021  1. – 31. Mai 2021
 1. Mai – 31. August 2021  1. – 30. September 2021
 1. September – 31. Dezember 2021  1. - 30. November 2021

Bitte lesen Sie vor der Gesuchseingabe das Merkblatt zu den Ausfallentschädigungen und stellen Sie sicher, dass Sie alle erforderlichen Unterlagen zusammen mit Ihrem Antrag einreichen. Unvollständig eingereichte Gesuche können nicht zeitnah geprüft werden, entsprechend verzögert sich die Auszahlung der Ausfallentschädigung.

3. Was ist eine «Ausfallentschädigung»?

Kulturunternehmen können für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen entsteht, eine Ausfallentschädigung in Form einer nicht-rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen. Die Ausrichtung der Ausfallentschädigung erfolgt durch den zuständigen Kanton. Der Bund beteiligt sich zur Hälfte an den vom Kanton zugesagten Ausfallentschädigungen.

4. Voraussetzungen für die Anspruchsberechtigung im Kanton Luzern:

Der/Die Gesuchsteller*in

  • ist juristische Person des Privatrechts (Verein, Stiftung, Genossenschaft, Aktiengesellschaft, Gesellschaft mit beschränkter Haftung) und ist weder staatliche Verwaltungseinheit (Bund, Kanton, Gemeinde) noch öffentlich-rechtliche Person. Wichtig: Einzelfirmen und Kollektivgesellschaften sind keine juristischen Personen des Privatrechts, sie gelten deshalb nicht als Kulturunternehmen;
  • hat als juristische Person bereits am 15. Oktober 2020 bestanden;
  • ist hauptsächlich, d.h. mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent ihres Jahresumsatzes (Basis Jahresrechnung 2019), im Kulturbereich tätig. Unternehmen mit bloss untergeordneten Kulturaktivitäten fallen nicht in den Geltungsbereich;
  • ist in den Bereichen darstellende Künste, Design, Film, visuelle Kunst, Literatur, Musik und Museen tätig (Kulturbereich). Eine ausführliche Übersicht zu den Kulturunternehmen, die antragsberechtigt sind, finden Sie im Merkblatt.
  • hat statuarischen Sitz im Kanton Luzern;
  • hat einen finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen entsteht, verursacht durch Massnahmen der Behörden des Bundes, der Kantone oder der Gemeinden zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19), beispielsweise die Vorgabe, über ein Schutzkonzept zu verfügen und dieses umzusetzen;
  • hat einen finanziellen Schaden, der zwischen dem 26. September 2020 und dem 31. Dezember 2021 entstanden ist. Der Entscheid über die Absage, Verschiebung, eingeschränkte Durchführung oder betriebliche Einschränkung muss in jedem Fall vor dem 30. November 2021 erfolgt sein;
  • hat einen finanziellen Schaden, der nicht durch Sozialversicherungen (insbesondere Kurzarbeitsentschädigung), eine Privatversicherung oder andere Entschädigungen gedeckt wird.

Insgesamt ausgeschlossen vom Anwendungsbereich des Covid-19-Gesetzes ist der Bildungsbereich in allen Disziplinen (Musik-, Tanz-, Theater-, Kunst-, Film(hoch)schulen etc.) und nicht öffentlich zugängliche Veranstaltungen.

Als Kulturunternehmen gelten auch Veranstalter im Laienbereich, sofern sie ein Veranstaltungsbudget von mindestens 50'000 Franken aufweisen und einen Schaden von mindestens 10'000 Franken erleiden.

5. Berechnungsgrundlage

 Wichtiger Hinweis: Bund und Kantone streben im Sinne der kulturellen Vielfalt an, dass Kulturunternehmen die Kulturschaffenden für vereinbarte Engagements entschädigen, auch wenn Auftritte bzw. Projekte letztlich nicht stattfinden können. Kulturunternehmen sollen die Kulturschaffenden angemessen entschädigen, d.h. bei der Entschädigung der Kulturschaffenden die empfohlenen Mindesthonorare von relevanten Branchenverbänden nach Möglichkeit nicht unterschreiten.

Der Kanton Luzern hält die Kulturunternehmen daher an, die vereinbarten Entschädigungen mit ihren Akteuren in der Ausfallentschädigung mit zu berücksichtigen und nach Erhalt der Ausfallentschädigung auszurichten.

Der Kanton Luzern berechnet die Ansprüche auf Ausfallentschädigung nach dem Modell der «entgangenen Entgelte». Die Grafik erklärt die Berechnungsgrundlage.

Als finanzieller Schaden gilt die unfreiwillige Vermögensverminderung zwischen dem 26. September 2020 und dem 31. Dezember 2021. Ein allenfalls entgangener Gewinn wird nicht entschädigt. Es wird höchstens ein Schaden bis zur Erreichung der betriebswirtschaftlichen Gewinnschwelle berücksichtigt. Die Ausfallentschädigung deckt in allen Fällen maximal 80 Prozent des finanziellen Schadens.

Die Ausfallentschädigung deckt Schäden aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen im Zeitraum zwischen dem 26. September 2020 und dem 31. Dezember 2021.

6.Wie wird der Ertragsausfall berechnet?

Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen können auf zwei unterschiedliche Arten berechnet werden. Die Gesuchstellenden müssen sich pro Schadensperiode für eine Art der Schadensberechnung entscheiden:

  • Konkrete Schadensberechnung: Bei dieser Berechnung wird der Schaden anhand konkreter und belegbarer Ausfälle berechnet.
  • Pauschalisierte Schadensberechnung: Bei dieser Berechnung wir der Schaden anhand der durchschnittlichen monatlichen Einnahmen der Jahre 2017, 2018 und 2019 berechnet.

7. Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zu den Anspruchsgrundlagen entnehmen Sie den zur Verfügung gestellten Dokumenten (rechte Spalte).

Bitte beachten Sie: Die Gesuche werden mit dem Vorbehalt entgegen genommen, dass Regierung und Kantonsrat einem entsprechenden Nachtragskredit für die Finanzierung der Ausfallentschädigungen und Transformationsprojekte im 2021 zustimmen. Eine Auszahlung der anspruchsberechtigten Beträge kann dementsprechend frühestens ab Anfang April 2021 erfolgen.

8. Gesuchseingabe

Gesuche können hier ab dem 11. Januar 2021 ausschliesslich digital eingegeben werden. 

Wichtig: Bitte reichen Sie sämtliche im Merkblatt erwähnten Dokumente ein. Dazu zählen:

  • Gesuchsformular (PDF)
  • Beilagen gemäss Merkblatt
  • Schadensberechnung (bitte wählen aus effektive Berechnung / pauschale Berechnung)

Sämtliche Beilagen finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite zum Download.

 

Gesuchstellerin/Gesuchsteller/Kontakt

Bankverbindung

Kontoangaben

Angaben zur Ausfallentschädigung (Antrag)

Dossier

Das Dossier muss folgende Dokumente enthalten:

  • Gesuch (PDF) mit Beilagen gemäss Merkblatt
  • Schadensberechnung (XLSX)

 

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